Neubau Bevölkerungsschutzgebäude (BSG)
An der Urnenabstimmung vom 9. Juni 2024 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger einen Kredit von 18,9 Millionen Franken für das neue Bevölkerungsschutzgebäude (BSG) mit rund 58 Prozent JA-Stimmen genehmigt. Der Spatenstich ist am 22. Oktober 2025 erfolgt. Eine Übersicht über alle aktuellen und geplanten Projekte auf der Looren finden Sie in der Baustellenübersicht auf der Startseite. Die Abteilung Liegenschaften steht Ihnen bei Fragen zum Projekt gerne zur Verfügung:
Aktuelle Impressionen von der Looren
Baustellenluft statt Schulbank: ein Einblick in Bauberufe
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Vor den Sommerferien konnten Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Looren Baustellenluft schnuppern. Ziel war, ihr Interesse für Bauberufe zu wecken – und zwar direkt auf der Baustelle für das neue Bevölkerungsschutzgebäude.
Statt nur vom Schulzimmerfenster auf die Baustelle zu schauen, durften rund 60 interessierte Jugendliche der Sekundarschule Looren in der letzten Woche vor den Sommerferien auf der Baustelle des Bevölkerungsschutzgebäudes (BSG) in verschiedene Bauberufe hineinschnuppern.
Die Gemeinde hat gemeinsam mit dem Projektteam auf Anfrage der Schule diesen Baustellennachmittag gerne ermöglicht, wie Claudia Bodmer-Furrer, Ressortvorsteherin Liegenschaften, betont: «Die Idee hat mich sofort begeistert. Die Baustelle für das BSG liegt direkt neben dem Schulhaus. Das ist eine ideale Gelegenheit, um bei den Jugendlichen das Interesse für die Baubranche zu wecken.» Die Schülerinnen und Schüler erhielten von Fachkräften einen Einblick in die Arbeit auf dem Bau. Damit möchten die Sekundarschule Looren und die Gemeinde aktiv zur Nachwuchsförderung beitragen und dem Fachkräftemangel in der Baubranche entgegenwirken.
Theorie und Praxis auf dem Baustellenrundgang
In Gruppen durchliefen die Jugendlichen auf dem Baustellenrundgang drei Posten – von der Theorie bis zur Praxis. Am ersten Posten drehte sich alles um die Planung: Anhand von Bauplänen, Schnitten und Grundrissen erfuhren sie, wie viel Kopfarbeit in jedem Quadratmeter steckt. Besonders beeindruckt waren die Jugendlichen von den 3D-Visualisierungen.
Bei der zweiten Station ging es ums Einmessen. Die Schülerinnen und Schüler konnten vom Profi sehen, wie die Pläne mithilfe einer Schlagschnur direkt auf den Baustellenboden gelangen. Die Linien auf dem Boden massen sie dann vom Schnittpunkt aus mit dem Messband. Um herauszufinden, ob der 90-Grad-Winkel stimmte, wendeten sie den Satz des Pythagoras direkt auf dem Boden an.
Der dritte Posten war am praxisorientiertesten. Zuerst konnten die Jugendlichen zuschauen, wie ein Maurer mit Mauersteinen und Mörtel eine Wand errichtet. Danach legten sie mit der Maurerkelle selbst Hand an. Konzentriert und mit sichtlicher Freude setzten sie Stein auf Stein. Das Ergebnis prüften sie danach mit einer Wasserwaage, die viele zum ersten Mal in der hielten.
Claudia Bodmer-Furrer kann sich gut vorstellen, einen solchen Nachmittag zu wiederholen: «Sobald in ein paar Monaten der Innenausbau des BSG im Fokus steht, sind wieder andere Berufe im Einsatz, zum Beispiel die Fassadenbauer und verschiedene Haustechnikinstallateure. Das Zusammenbringen von Handwerksbetrieben mit Sekundarschülern, die mitten in der Berufswahl stehen, ist für mich eine klassische Win-win-Situation.» Auch für die Gemeinde ist wichtig, dass in Zukunft genügend Fachkräfte in der Baubranche ausgebildet werden, denn in Maur stehen in den nächsten Jahren weitere wichtige Bauprojekte an, zum Beispiel die Erweiterung der Sport- und Freizeitanlage Looren, wofür zurzeit ein Projektwettbewerb läuft.
Impressionen vom Baustellentag
Bevölkerungsschutzgebäude nimmt Gestalt an
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Das neue Bevölkerungsschutzgebäude wächst stetig und die Bachrevitalisierung ist in vollem Gang – ein Überblick über die aktuellen Bauarbeiten auf der Looren.
Anfang Juli fiel der Startschuss für den «Kunstrasen klein» auf der Sport- und Freizeitanlage Looren. Parallel schreiten die Bauarbeiten für das neue Bevölkerungsschutzgebäude und die Bachrevitalisierung voran.
Holzbau nach den Sommerferien
In den vergangenen Wochen hat das neue Bevölkerungsschutzgebäude (BSG) Form angenommen. Der Schwerpunkt lag auf den Betonier- und Schalungsarbeiten, inklusive Decke über dem Erdgeschoss. Der Rohbau ist nun so weit abgeschlossen, dass nach den Sommerferien die Holzbauarbeiten starten können. Ab dann werden Fassaden, Fenster und Tore montiert. Zudem wird beim kleinen Nebengebäude zum BSG weitergearbeitet. Bereits fertiggestellt ist die Stützmauer bei der Loorenstrasse.
Bachrevitalisierung beim Karoweg
Die Bachrevitalisierung beim Jugendhaus wurde vor den Sommerferien planmässig abgeschlossen. Ab Anfang August gehen die Arbeiten beim Karoweg weiter und ab Mitte August erfolgt die Bachfreilegung zwischen dem Schulhaus Ost und dem Areal des Tennisclubs. Dabei wird der Rausenbach wieder an die Oberfläche geholt. Entstehen soll ein naturnaher Bachlauf mit vielfältigen Uferbereichen und einer standorttypischen Bepflanzung, die der lokalen Biodiversität zugutekommt.
Einschränkungen durch Bauarbeiten
Aufgrund der Bachrevitalisierung kann die Durchfahrt über den Karoweg je nach Bauphase zwischenzeitlich eingeschränkt sein. Die Zufahrt zu den Parkplätzen ist über die Aeschstrasse weiterhin möglich. Für Fussgängerinnen und Fussgänger bleibt eine Verbindung zwischen dem Schulareal und dem Tennisclub beziehungsweise der Leichtathletikanlage gewährleistet.
Aktuelle Fotos von der Looren (Stand 8.7.2026)
Startschuss zur Bachrevitalisierung Looren
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Am 18. März erfolgte der Spatenstich für die Revitalisierung von Rausen- und Haldenbach im Gebiet Looren. In den nächsten Monaten werden die Bäche wieder ans Tageslicht geholt – ein bedeutender Schritt für mehr Biodiversität und einen attraktiven Freiraum rund um die Sport- und Freizeitanlage.
Bisher fliessen der Rausen- und der Haldenbach im Bereich der Loorenanlage über weite Strecken unsichtbar in unterirdischen Leitungen. Mit der Bachrevitalisierung werden diese Gewässerabschnitte wieder an die Oberfläche geholt und auf einer Länge von mehreren Hundert Metern freigelegt. Catherine Gerwig, Ressortvorsteherin Tiefbau + Umwelt, begleitet das Projekt seit Beginn 2018. Sie freute sich am Spatenstich nach der langen Vorbereitungszeit über den Baustart: «Die Revitalisierung von Rausen- und Haldenbach wertet das gesamte Gebiet ökologisch auf – dies liegt mir als Ressortverantwortliche Umwelt besonders am Herzen.»
Das Projekt wird in mehreren Etappen umgesetzt. Der Start erfolgte beim Jugendhaus. Nach Fertigstellung des separaten Projekts «Kunstrasen klein» wird der Schwerpunkt der Revitalisierung dann auf dem Abschnitt an der Grenze zwischen dem Areal des Tennisclubs und dem Schulhaus Ost liegen. Ab 2027 steht dann die Freilegung des Rausenbachs entlang des Karowegs im Mittelpunkt.
Mehr Biodiversität und natürliche Vernetzung
«Die Renaturierung der Bäche kommt der lokalen Biodiversität zugute», so Gerwig am Spatenstich, «das Projekt schafft Platz für Pflanzen und Tiere und gibt ihnen wertvollen Lebensraum zurück». Kern des Projekts sind ein naturnaher Bachlauf, vielfältige Uferbereiche und eine standorttypische Bepflanzung. Die revitalisierten Bäche verbessern zugleich die ökologische Vernetzung innerhalb des Areals und dienen als Bindeglied zu den umliegenden Naturräumen – vom Wassberg oberhalb bis zum Rausenbachtobel unterhalb der Loorenanlage.
Aufwertung des Freiraums Looren
Auch die Besucherinnen und Besucher der Looren profitieren. Das Wasser wird als Gestaltungselement wieder sicht- und erlebbar. Die geöffneten Bachabschnitte werten das Landschaftsbild massgeblich auf und schaffen einen attraktiven Erholungsraum, der die Aufenthaltsqualität für alle Altersgruppen steigert.
Bachfreilegung als gesetzliche Vorgabe
Die Bachfreilegung von Rausen- und Haldenbach ist ein integraler Bestandteil des Projekts Bevölkerungsschutzgebäude (BSG). Erst dank der Revitalisierung der eingedolten Bäche ist es aufgrund des revidierten Gewässerschutzgesetzes möglich, die wertvollen Flächen in der Bauzone für öffentliche Bauten zu nutzen. Das Projekt leistet somit auch einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung des Loorenareals, einem der Legislaturziele 2022–2026 des Gemeinderats.
Gemeinderat Maur
Freuen sich über den Spatenstich (v. l.): Markus Stucki (Stucki AG), Yves Keller (Gemeindepräsident), Catherine Gerwig (Ressortvorsteherin Tiefbau), Ueli Bertschinger (Projektleiter Gemeinde), Markus Rüegg (Forster & Linsi AG)
